Auf dieser Seite findet ihr die Themen Ehrenamt, Fürsorge, Soziales & Jugendhilfe, Sicherheit und Feuerwehr & Hilfsdienste.
2.1 Ehrenamt stärken – Miteinander möglich machen
Warstein wäre nicht Warstein ohne seine Ehrenamtlichen. Ob im Sportverein, in der Feuerwehr, im Heimat- oder Musikverein, in sozialen Projekten oder bei Festen und Aktionen – überall dort, wo Menschen freiwillig mitanpacken, entsteht Zusammenhalt. Dieses Engagement ist unbezahlbar. Und genau deshalb dürfen wir es nicht als selbstverständlich ansehen, sondern müssen es gezielt stärken.
Ich möchte, dass Warstein ein Ort ist, an dem Ehrenamt nicht nur Applaus bekommt – sondern Rückhalt. Deshalb setze ich mich für die Einrichtung einer Stabsstelle Ehrenamt ein. Sie soll Vereine bei der Beschaffung von Fördermitteln, bei Behördengängen und bürokratischen Hürden sowie bei der Vernetzung untereinander unterstützen. Die bereits geschaffene Stelle einer Sport- und Ehrenamtskoordinatorin ist ein wertvoller Anfang – auf diesem Fundament lässt sich zielgerichtet aufbauen.
Der Erhalt und die Modernisierung unserer Sportstätten, ob Schwimmbäder, Sporthallen, Fußball- oder Sportplätze darf auch unter den steigenden kommunalen Pflichtaufgaben nicht in Vergessenheit geraten. Sollten in Zukunft finanzielle Spielräume entstehen, wäre die Erlassung der Nutzungsgebühren sowie der Nebenkosten für die Nutzung der Sportanlagen durch unsere Vereine ein erstrebenswertes Ziel.
Denn Sport fördert nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl – über Generationen, Ortsteile und soziale Hintergründe hinweg. Eine starke Sportinfrastruktur ist damit auch ein Fundament für ein starkes Miteinander in unserer Stadt.
Gerade in Zeiten wachsender Aufgaben durch Klimawandel, Bevölkerungsschutz und demografische Veränderungen wird die Bedeutung von Ehrenamt weiter zunehmen. Wir müssen Menschen, die sich engagieren, nicht mit Anträgen überfordern, sondern ihnen die Kraft geben, dort wirksam zu sein, wo sie wirklich etwas bewegen. Denn wer Warstein gestalten will, soll keine Hürden vor sich haben – sondern Türen offenstehen.
2.2 Fürsorge leben – Familien, Generationen und Inklusion unterstützen
Warstein soll ein Ort sein, an dem Kinder sicher und geborgen aufwachsen – und an dem Menschen in Würde alt werden können. Eine Stadt, die für alle da ist: mit Angeboten, die verbinden statt trennen, und mit Strukturen, die nicht nur verwalten, sondern begleiten.
Ich möchte unsere Stadt noch familienfreundlicher und generationengerechter machen. Dazu gehört der Ausbau bedarfsgerechter Betreuungsangebote in allen Ortsteilen, Freizeit- und Bewegungsräume für Kinder, Spielplätze, die einladen, und ein besserer Zugang zu Beratungsangeboten für Familien, die in einer komplexer werdenden Welt Unterstützung suchen.
Ebenso wichtig ist: Barrierefreiheit muss selbstverständlich sein – im Kopf und im Stadtbild. Inklusion muss als langfristiges Querschnittsthema verfolgt werden. Ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen brauchen gute Mobilitätsangebote, generationengerechtes Wohnen (s. Abschnitt zum Thema Wohnen) und eine Stadt, die sie nicht ausschließt, sondern einlädt. Treffpunkte, Begegnungsorte, auch geöffnete Seniorenheime können helfen, Einsamkeit im Alter zu begegnen und den Austausch zwischen den Generationen zu fördern.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Hitzebelastung durch den Klimawandel müssen wir unsere Stadt konsequent anpassen: mit Schattenplätzen, Frischluftschneisen, Trinkbrunnen und Rückzugsorten – besonders für Menschen ab 65, die gesundheitlich stärker betroffen sind.
Denn Fürsorge beginnt dort, wo man genau hinschaut.
2.3 Soziales & Jugendhilfe stärken – vor Ort Verantwortung übernehmen
Eine Stadt zeigt ihr Gesicht dort, wo sie für die Schwächsten da ist: für Kinder, Jugendliche, Familien in Not und Menschen, die Unterstützung brauchen. Deshalb ist es für mich von zentraler Bedeutung, dass Warstein in diesem sensiblen Bereich Verantwortung behält – und behält heißt: selbst trägt.
Das Jugendamt muss in Warstein bleiben. Es darf nicht zum Kreis Soest übergehen. Nur mit einem städtischen Jugendamt können wir weiterhin nah an den Familien arbeiten, schnelle Hilfe leisten, Netzwerke pflegen – und damit auch dem Anspruch gerecht werden, den wir als Stadt an uns selbst stellen: Für unsere Kinder und Jugendlichen vor Ort bestmögliche Begleitung zu schaffen.
Gleichzeitig stehen wir vor stetig wachsenden finanziellen Herausforderungen im sozialen Bereich. Gerade deshalb müssen wir mit klarer Stimme gegenüber der Landes- und Bundespolitik auftreten – denn die Kommunen dürfen mit diesen Aufgaben nicht allein gelassen werden. Als jemand, der sowohl auf kommunaler Ebene als auch durch meine beruflichen Erfahrungen in Düsseldorf gut vernetzt ist, will ich mich dafür einsetzen, dass wir Gehör finden – und konkrete Unterstützung erhalten.
Denn soziale Arbeit ist kein Randthema. Sie ist das Rückgrat eines solidarischen Miteinanders. Und gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen und wachsender Unsicherheit müssen wir klar sagen: Hier wird niemand vergessen.
2.4 Sicherheit gewährleisten – Vandalismus & Prävention ernst nehmen
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis – für unsere Familien, unsere Kinder, unser Zusammenleben. Unsere Stadt ist ein lebenswerter Ort, weil man sich hier sicher fühlen kann. Damit das so bleibt, braucht es klare Verantwortung, gute Zusammenarbeit und konsequentes Handeln.
Dazu gehört vor allem eine auskömmlich besetzte Polizeiwache in Warstein. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass unsere heimische Wache personell stark aufgestellt bleibt – und im besten Fall sogar verstärkt wird. Dafür braucht es verlässliche Kontakte zur Kreispolizeibehörde und einen regelmäßigen Austausch auf Augenhöhe.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Thema Vandalismus. Öffentliche Plätze, Spielgeräte oder Verkehrseinrichtungen werden leider immer wieder mutwillig beschädigt – mit hohen Kosten für uns alle und oft zu Lasten unseres Ehrenamtes. Ich möchte deshalb die gemeinsamen Streifen von Polizei und Ordnungsamt ausweiten und gezielt dort ansetzen, wo Probleme bekannt sind. Auch der Einsatz von Überwachungskameras an Vandalismus-Schwerpunkten und an Orten häufiger illegaler Müllablagerungen soll intensiv geprüft werden – mit klarem Fokus auf Prävention und die abschreckender Wirkung.
Zudem muss eine neue Lösung für die Obdachlosenunterkunft in Niederbergheim gefunden werden. Sobald eine geeignete Immobilie zur Verfügung steht, möchte ich für eine Verlegung sorgen – mit dem Ziel, sowohl für die betroffenen Menschen als auch für das Wohnumfeld eine bessere Perspektive zu schaffen.
Denn Sicherheit entsteht nicht nur durch Kontrolle – sondern auch durch kluge Strukturen, verlässliche Partnerschaften und das gemeinsame Bewusstsein, dass Verantwortung nicht an der Stadtgrenze endet. Warstein soll ein Ort bleiben, an dem man sich sicher fühlt – und sicher sein kann.
2.5 Feuerwehr und Hilfsdienste – Rückgrat unserer Sicherheit stärken
Unsere Feuerwehr steht – im wahrsten Sinne des Wortes – für uns ein: bei Bränden, Unfällen, Unwettern oder in der technischen Hilfeleistung. Dafür gebührt den Kameradinnen und Kameraden unser tiefster Dank. Was sie tagtäglich – und meist ehrenamtlich – für unsere Stadt leisten, ist unbezahlbar.
Umso wichtiger ist es, dass wir als Stadt ein starker und verlässlicher Partner sind. Die Frauen und Männer in unseren Löschzügen verdienen nicht nur Respekt, sondern auch die bestmögliche Ausstattung, um ihrer verantwortungsvollen Aufgabe sicher und effektiv nachkommen zu können. Der Ausbau, Weiterbau und Neubau unserer Feuerwehrhäuser hat deshalb hohe Priorität. Dabei gilt es auch, die interkommunale Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinaus weiter zu stärken – denn Gefahren machen keinen Halt vor Ortsschildern.
Auch in der Nachwuchsgewinnung kann die Stadt unterstützen – durch gezielte Werbung für die frühe Einbindung junger Menschen und eine starke Jugendfeuerwehr. Dieses Engagement ist essenziell für die Zukunftsfähigkeit unserer Wehren.
Was für die Feuerwehr gilt, gilt ebenso für die weiteren Hilfsdienste unserer Stadt: das Deutsche Rote Kreuz, die Malteser, die DLRG und viele andere. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Gesundheit, Sicherheit und Versorgung – und verdienen dafür Wertschätzung, Unterstützung und eine Politik, die ihre Arbeit möglich macht.