Auf dieser Seite findet ihr die Themen Warstein weiterbauen, Wohnen, Mobilität, Kultur, Tourismus und Verwaltung.
3.1 Warstein weiterbauen – Stadtentwicklung mit Weitblick
Unsere Stadt Warstein hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert – zum Positiven in allen Ortsteilen. Wer allein im bevölkerungsreichsten Stadtteil Warstein durch die neugestaltete südliche Hauptstraße geht, über den Marktplatz samt Wasserspiel schlendert oder den Neubau der Volksbank sieht, erkennt: Hier bewegt sich was. Und was mit Förderung begann, hat private Investitionen nachgezogen – ein echtes Miteinander von öffentlicher Hand und engagierten Eigentümerinnen und Eigentümern. Diese Projekte durfte ich bereits im Rat mit begleiten – und sie zeigen, was möglich ist, wenn man gemeinsam anpackt.
Städtebauliche Herausforderungen finden sich in allen Ortsteilen: Die Sanierung unserer Sporthallen, die Modernisierung von Feuerwehrhäusern, der bevorstehende Umbau der Warsteiner Innenstadt oder auch die Nachnutzung des Schloss Mülheims, die Zukunft des Haus Teiplaß gehören ebenso dazu, wie die Instandhaltung von Straßen und Wirtschaftswegen, die viele Menschen täglich nutzen – ob beruflich oder privat.
Bei allem Bauen gilt: Wir müssen Klimafolgen mitdenken. Das Schwammstadt-Prinzip – also Städte so zu gestalten, dass sie Wasser besser aufnehmen, speichern und wieder abgeben – wird angesichts von Starkregen und Trockenphasen immer wichtiger. Klimaschutz beginnt längst unter unseren Füßen.
Dabei kann die Digitalisierung helfen: Warstein zur „Smart-City“, also intelligenten Stadt machen, in der z.B. die Straßenlaternen durch kluge Schaltung Sicherheit für die Menschen und Dunkelheit für die Natur bietet, ist eine langfristige Aufgabe, der ich mich schon heute stellen möchte.
Auch Dorfentwicklung, Leerstandsmanagement, Kita-Ausbau und altersgerechtes Wohnen müssen weitergedacht werden. Mit einem klaren Ziel: Warstein soll eine Stadt bleiben, in der sich Menschen jeden Alters wohlfühlen – heute und morgen. Dafür brauchen wir eine Stadtentwicklung, die nicht verwaltet, sondern gestaltet in allen neun Ortsteilen.
3.2 Wohnen für alle – Vielfalt ermöglichen
Die Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum ist eines meiner zentralen Anliegen.
Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf – es ist Heimat, Lebensqualität und Grundlage für sozialen Zusammenhalt. Deshalb ist es mein Ziel, Wohnraum in Warstein so vielfältig zu gestalten wie die Menschen, die hier leben: vom generationengerechten Quartier bis zum Einfamilienhaus für junge Familien.
Ich möchte alternative Wohnformen stärker fördern – wie z. B. das Projekt „wäster-wohnen-warstein“ auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände, das ich seit Beginn im Stadtrat begleiten darf. Hier entstehen gemeinschaftlich gedachte Wohnangebote, die auf die Bedürfnisse von Menschen im Alter ebenso eingehen wie auf die Idee von Nachbarschaft als Lebenskonzept. Solche Modelle machen Warstein zukunftsfähig.
Gleichzeitig darf der Traum vom Eigenheim kein Privileg bleiben. In vielen Ortsteilen besteht noch Potenzial – durch gezielte Innenverdichtung, aber auch durch maßvolle Neubaugebiete. Hier können junge Familien Fuß fassen, während ältere Menschen vielleicht neue, kleinere Wohnangebote nutzen – ein fairer Wohnungstausch zum Vorteil aller Generationen.
Um dies alles zu ermöglichen, müssen wir auch in Zukunft Investoren gewinnen, die an Warstein glauben (vgl. Thema „Strahlkraft“). Dafür braucht es Rahmenbedingungen, aber auch eine Stadt, die ausstrahlt, was sie ist: eine lebendige, attraktive Heimat mit Perspektive!
3.3 Mobilität in Bewegung bringen – für Stadt & Region
Gute Mobilität bedeutet Teilhabe – sei es am Berufsleben, an Bildung oder am Vereinsleben. Besonders im ländlichen Raum ist sie ein Schlüssel zur Lebensqualität. Deshalb setze ich mich für ein besseres Miteinander der Verkehrsträger ein: Bus, Bahn, Rad und Auto sollen sich ergänzen, nicht ersetzen.
Der ÖPNV muss weiter gestärkt werden – gerade für die Ortsteile, die bislang nur unzureichend angebunden sind. Das gilt auch für die Anbindung an unsere Nachbarstädte wie Soest, Lippstadt oder Meschede. Neue Modelle wie On-Demand-Verkehre, etwa nach dem Vorbild „Helmo“ im Kreis Soest, sollten dabei mitgedacht und geprüft werden. Auch Car- und Bikesharing-Konzepten müssen wir uns als Kommune offen gegenüber zeigen.
Ebenso gibt es beim Radwegenetz Handlungsbedarf. Ich möchte, dass Warstein nicht nur innerhalb besser verbunden ist – sondern auch mit den Nachbarkommunen. Sichere, durchgehende Radverbindungen bedeuten nicht nur Freizeitkomfort, sondern auch eine echte Alternative im Alltag.
Langfristig gilt es außerdem, die Reaktivierung der WLE-Bahnlinie im Blick zu behalten. Eine Machbarkeitsstudie bescheinigt dem Projekt einen volkswirtschaftlichen Nutzen. Ich möchte diesen Weg offen weiterdenken – um am Ende mit dem Rat und den Bürgern selbst entscheiden zu können, ob und wie Warstein vom Bahnanschluss profitiert. Denn klar ist: Fördermittel, die wir hier nicht nutzen, fließen anderswohin.
Mobilität soll in Warstein nicht bedeuten: irgendwo ankommen. Sondern ankommen im besten Sinne – mitten in einer Stadt, die Menschen verbindet.
3.4 Kultur entfalten – Identität & Strahlkraft ermöglichen
Warstein hat kulturell viel zu bieten – und noch mehr Potenzial. Vom Laienspiel in Waldhausen bis zu den Kupferhammerfreunden, von Vereinskonzerten bis zur Musikreihe „Warstein LIVE“: Unsere Stadt lebt von dem, was Ehrenamtliche auf die Beine stellen. Diese lebendige Kulturlandschaft verdient Anerkennung – und vor allem Unterstützung.
Als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtmarketing, Touristik und Kultur durfte ich viele dieser Initiativen begleiten. Ich weiß, wie viel Herzblut, Zeit und Organisation hinter jedem Konzert, jeder Ausstellung und jedem Theaterstück steckt. Deshalb soll die geplante Stabsstelle Ehrenamt auch Kulturvereinen konkret helfen – bei der Beantragung von Fördermitteln, bei Vernetzung oder bei Verwaltungsfragen.
Kultur ist aber mehr als Veranstaltungskalender. Sie ist Identität, Begegnung und ein Aushängeschild für unsere Stadt. Deshalb möchte ich, dass Warstein auch überregional als Kulturstadt sichtbar wird – durch starke Formate und neue Impulse. Kultur muss wachsen dürfen, kreativ sein und Menschen zusammenbringen – in allen Ortsteilen.
Als Bürgermeister will ich ein verlässlicher Partner für Kulturschaffende sein. Einer, der zuhört, unterstützt – und Räume schafft, in denen Ideen Wirklichkeit werden können. Denn eine Stadt mit starker Kultur ist eine Stadt mit Seele.
3.5 Tourismus erleben – Warstein entdecken & stärken
Unsere Stadt Warstein hat für seine Größe außergewöhnlich viel zu bieten – nicht nur für uns Einheimische, sondern auch für unsere Gäste. Als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtmarketing, Touristik und Kultur habe ich in den letzten Jahren eng mit dem engagierten Stadtmarketing-Team rund um Jeroen Tepas zusammengearbeitet. Ich weiß: Unser touristisches Potenzial ist enorm – und es liegt an uns, dieses Potenzial klug weiterzuentwickeln.
Vom Skywalk in Allagen über den Kalkofen in Suttrop bis zu Möhnis Welt, vom Lörmecketurm über den Wildpark bis zur Warsteiner Montgolfiade – unsere Stadt bietet Highlights für Naturliebhaber, Familien und Kulturbegeisterte gleichermaßen. Viele dieser Orte verbinden Erholung mit Bildung und laden dazu ein, den Naturpark Arnsberger Wald hautnah zu erleben.
Doch Angebote allein reichen nicht – sie müssen auch gefunden und erlebt werden. Deshalb möchte ich den Ausbau und die Pflege von Wander- und Radwegen weiter vorantreiben. Die Anbindung des Bilsteintals zwischen Hirschberg und Warstein entlang der L 735 (Eichsgen-Bilsteintal) ist für mich dabei nur eine der sinnvollsten Maßnahmen. Gleichzeitig braucht es eine stärkere digitale Infrastruktur, verständliche Informationen und eine gute Vernetzung über die Stadtgrenzen hinaus. Tourismus endet nicht an der Ortstafel – er lebt von regionaler Zusammenarbeit und einem einladenden Gesamtbild.
Ich möchte unsere heimischen Gastgeberinnen und Gastgeber – von der kleinen Pension bis zum Hotel – noch gezielter unterstützen. Denn sie sind die ersten Ansprechpartner unserer Gäste und tragen maßgeblich zum positiven Eindruck bei, den Besucher von unserer Stadt mitnehmen. Tourismus ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor – er ist auch ein Imagefaktor.
Warstein ist eine Stadt, die man erleben kann. Und ich will dafür sorgen, dass noch mehr Menschen genau das tun – ob auf zwei Beinen, zwei Rädern oder beim Blick in den Himmel, wenn die Ballons aufsteigen.
3.6 Verwaltung modernisieren – digital, verständlich, bürgernah
Verwaltung ist nicht nur Akten, Paragraphen und Sitzungsprotokolle – sie ist das Rückgrat unserer Stadt. Sie soll für die Menschen arbeiten, verständlich kommunizieren und wie ein Dienstleister denken. Mein Ziel ist klar: eine moderne, digitale Verwaltung, die bürgernah agiert, lösungsorientiert handelt – und sich selbst als Teil einer lebendigen Stadtgesellschaft versteht.
Dafür möchte ich eine KI-Offensive für Warstein starten. Nicht, um Menschen zu ersetzen – sondern um sie zu entlasten. Bürokratische Prozesse können durch den Einsatz künstlicher Intelligenz effizienter, schneller und transparenter gestaltet werden. In meinem heutigen Arbeitsumfeld bei der Stadt Rüthen habe ich bereits erlebt, wie viel Potenzial darin liegt: Ich habe die Vergabestelle digitalisiert und nutze KI-basierte Systeme, um Ressourcen zu sparen und Abläufe zu verbessern. Das möchte ich auch für Warstein möglich machen.
Doch moderne Verwaltung heißt nicht nur Technik – sondern auch Führungskultur. Ich stehe für Führen durch Vorbild. Mit flachen Hierarchien, Wertschätzung, guter Kommunikation und gemeinsamen Zielen schaffen wir ein motiviertes Arbeitsumfeld. Denn Menschen, die sich mitgenommen fühlen, leisten mehr – für die Stadt und für uns alle.
Und ja – ich bin jung. Aber gerade das kann für Warstein ein Vorteil sein. In vielen Städten übernehmen bereits Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Anfang 30 Verantwortung (vgl. auch www.junge-buergermeister.de). Mein Alter ist kein Nachteil – es ist ein Signal: Warstein ist bereit für moderne Verwaltung, für frische Perspektiven und für neue Wege. Das macht unsere Verwaltung auch als Arbeitgeber attraktiv. Der Wettbewerb um gute Fachkräfte ist längst da – hier möchte ich mit der Signalwirkung eines jungen Verwaltungschefs vorne mitspielen, um die besten Köpfe für unsere Verwaltung zu gewinnen!