Auch wenn Verwaltung, Ratssitzungen und Stadtentwicklung einen großen Teil meines Alltags ausmachen, gibt es natürlich ein Leben jenseits der Sitzungssäle. Und das lebe ich gerne – mitten in unserer Heimatstadt.

Mit meiner Frau Sarah wohne ich in der Warsteiner Altstadt, keine fünf Minuten von der Alten Kirche entfernt.

Ein Ort, der für mich viele Geschichten erzählt: Hier habe ich als Kind im Park gespielt, mein Uropa Carl Beutin hat diesem Platz mit dem Lied „Die alte Bank“ ein musikalisches Denkmal gesetzt – und heute liegt unser Zuhause direkt nebenan.

Wenn ich nicht im Rathaus bin, zieht es mich oft nach draußen: zum Joggen in die Feldflur, ins Fitnessstudio oder zur Calisthenics-Anlage, deren Entstehung ich damals mit angestoßen habe. Bewegung bedeutet für mich nicht nur Ausgleich, sondern auch Klarheit – im Kopf und im Alltag.

Was mich besonders geprägt hat, ist mein Engagement im Brauchtum – seit über 20 Jahren im Karneval, seit rund 15 Jahren im Schützenwesen. Durch diese Gemeinschaften habe ich Warstein in seiner ganzen Vielfalt erlebt – und die Stadt mit ihren neun Ortsteilen über Jahre immer besser kennengelernt.

Heute fühlt es sich fast so an, als sei ich in jedem Ortsteil ein Stück weit zu Hause. Das ist vor allem dem Engagement unserer ehrenamtlichen Vereine zu verdanken, die vor Ort Begegnung, Identität und Zusammenhalt schaffen – gerade dort, wo staatliche Strukturen nicht mehr jeden Winkel erreichen.

Ob bei der Karnevalssitzung, dem Schützenfest oder beim Vereinsabend – ich bin gerne unter Leuten. Nicht nur, weil das dazugehört, sondern weil ich das Miteinander persönlich schätze und als Fundament unserer Stadt begreife. In der Schützenhalle habe ich übrigens auch meine Frau kennengelernt – Heimat schreibt eben manchmal die schönsten Geschichten ganz nebenbei.

Und wenn es mal etwas ruhiger sein darf, greife ich gerne zu einem Buch – besonders zu historischen oder philosophischen Themen. Es fasziniert mich, wie sehr Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind – und was wir aus der Geschichte lernen können.

Ebenso freue ich mich, dass meine Frau Sarah mich mit ihrer Reisefreude angesteckt hat. Reichte es für mich oft nur bis Neuharlingersiel, kenne ich dank ihr nun auch New York City, die Algarve, Sardinien und viele schöne Plätze in den deutschen und österreichischen Alpen.

Doch auch bei Reisen gilt für mich dasselbe wie während meiner Zeit in Bielefeld und Düsseldorf: Eigentlich bin ich nur weggefahren, um mich aufs Wiederkommen zu freuen.

Denn Heimat ist für mich nicht nur ein Ort – sondern das Gefühl der Verbunden- und Geborgenheit. Und das gibt es für mich nur in unserer Stadt Warstein.

Heimat im Herzen. Ziele im Kopf. Zukunft im Blick.